Therapien der traditionelle chinesische Medizin

Die traditionelle chinesische Medizin (TCM) ist ein ganzheitliches Gesundheitssystem, das schon seit über 2.000 Jahren besteht. Sie sieht den Körper als Leitbahnsystem = Meridiane, in dem vitale Energie = Qi, Essenz und Blut fließen. Alles steht miteinander in Verbindung und funktioniert wie ein großes Symphonieorchester.

Durch Krankheit kommt es zu Störungen und das Qi fließt nicht mehr ungestört und frei.

Diese Krankheiten können durch unterschiedliche Ursachen entstehen:

  • Äußere Faktoren wie z.B. Wind, Kälte, Feuchtigkeit, etc.
  • Innere Faktoren wie z.B. Trauer, Angst, Wut, etc.
  • Sonstige Faktoren wie z.B. schwache Konstitution, Lebensstil, falsche Ernährung, etc.

Der Behandlungsansatz besteht darin Yin und Yang in Balance zu bringen und das Qi zu regulieren. Es werden unterschiedliche Therpieformen angewendet.

Akupunktur

Die wohl bekannteste ist die Akupunktur. Durch den Reiz der Nadel werden Blockaden aufgehoben und das Qi reguliert.

Klinisch nachgewiesene Wirkungen der Akupunktur sind: schmerzlindernd, entspannen, entzündungshemmend, stimmungsaufhellend und immunstärkend.

Akupressur

Bei der Akupressur werden Akupunkturpunkte durch gezieltes Pressen, Drücken und  Reiben stimuliert.

Moxibustion

Die Moxibustion (Moxa) ist eine Erwärmung von Beifusskraut  (artemisa vulgaris). Durch die ergänzende Wärme werden Körperfunktionen angeregt und bestimmte Körperregionen werden besser durchblutet. Die Moxibustion ist eine Ergänzung zur Akupunktur.

Diätetik

Eine ausgewogene und individuelle Diätetik = Ernährung ist unerlässlich für die Gesundheit. In der chinesischen Medizin werden jedem Nahrungsmittel bestimmte Qualität zugeordnet z.B. können Zucker, Weizenmehl und Milch zu Feuchtigkeit im Gewebe führen. Oder scharfe Gewürze erhitzen und erzeugen damit Schleim.

Hier ein Rezept für eine Kraftsuppe:

  • 1 Rinderbeinscheibe
  • 2-3 Möhren
  • 2-3 Tomaten,
  • 1 Stange Lauch
  • Stangen- oder Knollensellerie
  • Handvoll Walnusskerne
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 Zwiebel

in einen großen Topf mit 5L Wasser 10 Std. kochen. Nach dem Aufkochen auf kleinster Flamme köcheln. Abseihen und heiß in Marmeladengläser abfüllen.

Tipp: täglich eine Tasse trinken. Kann mit frischem Gemüse, Nudeln, Reis etc. ergänzt werden. Die Suppe verbessert die Blutbildung und wirkt damit kraftstärkend.

Guten Appetit.

Kräuterheilkunde

Die Kräuterheilkunde ist ein wichtiger Bestandteil in der TCM. Heilkräuter können in Form von Tees, Fertigpräparaten, etc. verordnet werden. Die Homöopathie-Arzneimittel und die Schüssler-Salze lassen sich gut mit der TCM kombinieren.

Gesundheitspflege

Die Gesundheitspflege als Prävention ist unerlässlich. Sind wir ausgeglichen und entspannt, können wir uns ein starkes Immunsystem schaffen. Gut geeignet um unsere Gesundheit zu pflegen ist  z.B. Tai Qi, Qi Gong, Meditation, etc.

Massage

In der TCM haben sich verschiedene Massagetechniken entwickelt und bewährt. Je nach Art der Erkrankungen sorgen Tuina, Gua Sha oder Schröpfen für eine Auflösung der Blockade und damit für eine freie Zirkulation des Qi.